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Review: Behneii part two

  • Autorenbild: Natalie Peters
    Natalie Peters
  • vor 10 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Cover Behenii Part II
Cover Behenii Part II

Im Dezember 2025 veröffentlichte das unabhängige Label Discordia Records Behenii – Part II, die zweite CD des Trios mit Don Malfon am Saxophon, Vasco Trilla am Schlagzeug und El Pricto am Synthesizer.


Drei eigenwillige Musiker mit starkem Charakter – musikalisch hochwirksam.

Die behenischen Fixsterne sind 15 besonders mächtige Sterne, die in der mittelalterlichen Astrologie als kosmische Kräftezentren galten. Man schrieb ihnen zu, bestimmte Wirkungen auf Geist, Materie und Handeln zu beherrschen.


Es geht also nicht mit rechten Dingen zu. Oder besser gesagt: Auf dieser Platte knallt es. Sie hat einen Schuss, ihr fallen die fliegenden Untertassen aus dem Schrank.Aber sie hat auch einen Vibe, eine unbekümmerte Frische, die mich – samt ihrem Humor – komplett abgeholt hat.


In ihrer alchemistischen Küche kocht das Trio unterschiedlichste Atmosphären zusammen. Es wird gebrodelt, geschweißt, geschwitzt, gefiltert und gezaubert. Die Temperamente erheben sich und tanzen mit den Dimensionen.


Zwischen den Galaxien spannt Don Malfon leuchtende Sternstunden auf. Vasco Trilla treibt die Lichtjahre zusammen, pulsiert sie, jagt sie in die Luft. El Pricto kümmert sich um den Space: bläht ihn auf, schreddert ihn und überlässt ihn schließlich ganz dem Feinstofflichen.

Und da sind wir bei der Mystik. Denn hier spielen erfahrene Musiker, die uns hinter einem schräg-wilden, noisigen, stets handgemachten Panoptikum das Geheimnis des Glasperlenspiels hören lassen.


Irgendwie erinnere ich mich beim Hören daran, wie ich mich als Kind mit meinem Bruder in den unheimlichen Keller schlich. Wir hatten Angst. Aber der Schleudergang der Waschmaschine zog uns magisch an.

Mit Herzklopfen setzten wir uns auf die schmutzige Wäsche davor und hoben zu den zuverlässigen Miele-Umdrehungenvoll ab. Wir waren die mutigsten Astronauten aller Zeiten. Unsere Trips und Abenteuer stellten Raumschiff Enterpriseund Captain Future locker in den Schatten.


Es lohnt sich manchmal, in den Untergrund zu gehen. In irgendeinen Keller, wo sich jemand die Seele aus dem Leib spielt und die Sterne ein Stück näher rückt.

Ich mochte diese Platte mit ihrer Eigenwilligkeit und radikalen Kraft. Anspruchsvoll – aber ich bekam beim Hören sofort gute Laune.




 
 
 

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