
We See You geht 2026 weiter
Unsere Konzerte 2025 waren nicht nur außergewöhnlich schön, sie haben auch Spuren hinterlassen. Wir haben eine soziale und zugleich authentische Haltung gefunden, die es uns erlaubte, auf die Realität von Krieg und Zerstörung in Gaza zu reagieren. Dabei wurde spürbar, dass dieses Tragen und Getragenwerden von vielen geteilt wird, schweizweit.
Das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza bleibt weiterhin ein Thema. Ebenso die Frage, wie hier bei uns aktive Empathie, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit gelebt und kultiviert werden können.
Menschenrechte brauchen Menschen, Menschen, die mit sich selbst und mit anderen auf einer Ebene verbunden sind, die Zukunft öffnet und möglich macht. Kultur und Kunst, und insbesondere freie Musik, wirken genau in diese Richtung. Sie lassen Reibung zu, hören nach innen und weisen zugleich nach vorne. Sie schaffen Räume, in denen Unterschiedlichkeit ohne Gewalt bestehen kann und aufmerksames Zuhören neue Horizonte eröffnet.
Auch 2026 laden wir euch ein, Teil davon zu sein. In Kürze teilen wir die ersten Projekte und Termine.
Bleibt dran, wir freuen uns auf das, was kommt und darauf, wenn ihr dabei seid.
WE SEE YOU
Eine musikalische Initiative für Menschenwürde, Solidarität und Menschenrechte
We See You – eine Initiative von Carovana091
Die Situation in Gaza ist von großem menschlichem Leid geprägt. Täglich verlieren Menschen ihr Zuhause, ihre Angehörigen, ihre Zukunft. We See You ist eine künstlerische Antwort darauf: eine Initiative von Carovana091, die Musiker:innen und Kollektive aus der freien Improvisationsszene in der Schweiz zusammenbringt. Mit der Sprache, die uns am nächsten liegt – der Musik – wollen wir Anteilnahme ausdrücken und Solidarität erfahrbar machen.
We See You – sounds the alarm
Die Reihe begann im Herbst und Winter 2025 und machte in sechs Schweizer Städten Station. Improvisierende Musiker:innen spielten ihre eigene Musik sowie Versionen von Sound the Alarm – einer „composed improvisation“, die von Clayton Thomas konzipiert wurde. Jedes Konzert war anders, doch alle teilten dieselbe Geste: Stellung zu beziehen und durch den Klang Räume der Empathie zu öffnen. We See You wird 2026 mit neuen Projekten und Konzerten fortgesetzt.
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WE SEE YOU
Sound the Alarm – Lucerne, 25 September 2025


Sound the Alarm – Lucerne, 25 September 2025

We See You - Sounds the Alarm
Was du tun kannst
Spende – jede Geste zählt:
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Oder direkt an We See You – wir sorgen dafür, dass dein Beitrag verantwortungsvoll ankommt. (IBAN CH59 8080 8003 2395 6760 0)

Warum We See You?
We See You beruht auf der Überzeugung, dass Musik besonders freie Musik immer politisch ist. Sie verbindet, macht sichtbar und öffnet Räume, dort wo Sprache an ihre Grenzen stößt.
2025 kamen in Locarno, Zürich, Basel, Luzern, Genf und Bern fast 70 Musiker:innen der freien Szene zusammen, um gemeinsam zu improvisieren, zuzuhören und Haltung zu zeigen gegen Ungerechtigkeit und Gewalt an schutzlosen Menschen in Gaza. Die Konzerte sind Einladungen, sich zu nähern, aufmerksam zu werden, mitzuspüren, das Unerträgliche wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
We See You ist ein musikalisches Zeichen der Gegenwart offen, fein und entschlossen.
We see you. We care. Let’s stay awake.
Die Idee
Alles begann mit dem Album Sound the Alarm, einem kollektiven Projekt des australischen Kontrabassisten Clayton Thomas. Carovana091 hatte ursprünglich vor, das Album zu promoten und dabei Spenden für Gaza zu sammeln. Thomas schlug jedoch einen anderen Weg vor ein Live Konzert mit lokalen Musiker:innen. Denn Livemusik berührt, bewegt und erreicht mehr als jede Aufnahme.
Carovana091 griff diesen Vorschlag sofort auf. Das Kollektiv Sous-Sol machte das Projekt zu seinem eigenen und begann, mit anderen Kollektiven zu diskutieren. Bald wurde deutlich, wie dringend eine solche Initiative gebraucht wurde. Viele Musiker:innen in der Schweiz verspürten ein starkes Bedürfnis, auf die Katastrophe im Nahen Osten zu reagieren, doch es fehlte an einem gemeinsamen, authentischen Format.
Eine wachsende Bewegung
Alles begann mit einem Gespräch. Dann wurde daraus ein Netzwerk. Für Carovana091 stellte sich eine zentrale Frage: Welche Verantwortung trägt Kunst in einer Zeit wie dieser?
So entstand die Vision, Musikerkollektive aus der ganzen Schweiz in einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Es wurde mehr als eine organisatorische Struktur: eine Bewegung, die auf Vertrauen, Freundschaft und künstlerischer Integrität basiert.
Die Umsetzung
We See You – sounds the alarm
m Jahr 2025 fanden sechs Konzerte in Bern, Basel, Luzern, Genf, Zürich und Locarno statt. We See You wird 2026 mit neuen Projekten und Konzerten fortgesetzt.
Ausgangspunkt ist Sound the Alarm von Clayton Thomas – eine „composed improvisation“, die als Inspiration dient und von den beteiligten Kollektiven auf unterschiedliche Weise neu interpretiert wird. Zugleich hat das Stück viele Musiker:innen angeregt, auch eigene Werke zu entwickeln, die in den Konzerten erklingen.
So entsteht eine Reihe von Begegnungen, in der kleine und große Ensembles ihre jeweilige musikalische Sprache einsetzen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen: für Solidarität und Mitgefühl mit den Familien in Gaza.
Konzerttermine
Die Termine der kommenden Konzerte werden in Kürze veröffentlicht.
Vergangene Konzerte:
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25. September 2025 – Luzern, Mullbau (Saisonauftakt / Preview)
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8. November 2025 – Bern, WIM
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10. November 2025 – Locarno, Ex Rex (nach dem Dokumentarfilm From Ground Zero)
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12. November 2025 – Basel, KHaus Forum
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5. Dezember 2025 – Der Grosse Bär, Kunstraum Walcheturm, Zürich
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20. Dezember 2025 – Genf, Pneu (Insub Collectif)
Mitwirkende Musiker:innen im Jahr 2025
Künstlerische Leitung:
Biliana Voutchkova (Violine), Luca Sisera (Kontrabass), Cyril Bondi (Perkussion), Roberto Domeniconi (Klavier)
Luzern – Mullbau Kollektiv (grosse Formation):
Jonas Gerigk (Kontrabass), Marie Cécile Reber (Electronics), Valeria Zangger (Schlagzeug), Daniel Steffen (Klavier), Hans-Peter Pfammatter (Synthesizer), Silke Strahl (Saxophon), Carlo Brülhard (Saxophon), Hannah Wirnsberger (Querflöte), Nora Vetter (Viola), Natalie Peters (Stimme), Biliana Voutchkova (Violine)
Locarno – Ensemble Sous-Sol (grosse Formation):
Ivano Torre (Schlagzeug), Nicolas Monguzzi (Percussion), Sheldon Suter (Schlagzeug / Zither), Thomas Canna (Percussion), Luca Manzo (Orgel), Hanswerner Plüss (Electronics), Enrico Teofani (Posaune), Hanspeter Wespi (Cello), Ueli Zysset (Kontrabass), Fabio Martini (Bassklarinette), Rosmarie Stucker (Gesang), Natalie Peters (Stimme), Luca Sisera (Kontrabass), Francesco Giudici (E-Gitarre), Francesca Naibo (E-Gitarre)
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Bern (kleine Formationen):
Rebecca Minten (Bassklarinette), Luz Gonzales (Electronics), Christian Kobi (Saxophon), Thomas Canna (Percussion), Thomas Rohrer (Rabe, Saxophon, Objekte), Biliana Voutchkova (Violine, Stimme), Natalie Peters (Stimme), Sabine Vogel (Flöte), Klaus Filip (Electronics), Sebastian Rotzler (Kontrabass)
Basel (kleine Formationen):
Luca Manzo (Klavier), Marina Tantanozi (Flöte), Sabine Vogel (Flöte), Christian Moser (Oud), Ed Williams (Clavichord), Thomas Canna (Percussion), Biliana Voutchkova (Violine), Alicja Pilarczyk (Violine), Natalie Peters ( Stimme), Stefano Grasso (Percussion), Andrea Neumann (präpariertes Klavier)
Zürich – Der Grosse Bär:
Constanza Pellicci (Gesang), Natalie Peters (Gesang), Biliana Voutchkova (Violine), Peter Landis (Sopran-Saxophon), Lino Blöchlinger (Alto-Saxophon, Flöte), Nils Fischer (Bassklarinette, Bariton-Saxophon), Manuel Mengis (Trompete), Linda Vogel (Harfe), Gabriel Wicki (Elektronik, Moog), Roberto Domeniconi (Klavier, Effekte), Flo Götte (Kontrabass), Luca Ramella (Schlagzeug), Domi Chansorn (Schlagzeug)
Genf – Insub Collectif:
Anouck Genton (Violine), Anna Kaisa Meklin (Viola da gamba), Antoine Läng (Stimme), Christophe Berthet (Saxophon), Cyril Bondi (Perkussion), d’incise (Elektronik), Raphaël Ortis (E-Bass), Esther Vaucher (Saxophon), Violeta Motta (Flöte), Natalie Peters (Stimme)
Idee & Konzept
Natalie Peters, inspiriert von Sound the Alarm / Sydney (AU).
Produktion / Kollaboration
Carovana091 in Zusammenarbeit mit Mullbau, WIM Bern, Grosser Bär, Insub, Circolo del Cinema Locarno.
Perspektiven
Musik öffnet den Zugang zu inneren Geschichten und Wahrheiten, die in einer Flut von Bildern und Informationen oft verschüttet werden. Sie ermöglicht persönliche Erfahrungen und die Fähigkeit zu fühlen, die über Identitäten hinausgeht und Menschen wieder verbinden kann.
Zeitgenössische und improvisierte Musik, die keine Angst vor Dissonanzen hat und sich bewusst am Rande bewegt, bietet in diesem Moment eine besondere Perspektive. Sie spricht über Toleranz, Vielfalt und das Menschsein und zeigt, dass künstlerisches Handeln auch in unruhigen Zeiten Orientierung, Resonanz und Verbindung kreieren kann.
WE SEE YOU nutzt diese Kraft der Musik, um Räume für Aufmerksamkeit, Begegnung und gemeinsames Erleben zu kreieren. Dadurch entsteht Energie und Solidarität, und finanzielle Mittel werden freigesetzt, die an Organisationen gespendet werden, die weiterhin in Gaza arbeiten.

















